Gesellschaftspolitische Verantwortung

Kühne-Stiftung
 

Im Jahr 1976 wurde die gemeinnützige Kühne-Stiftung von der Familie Kühne in der Schweiz gegründet. Sie hat sich mit ihren Förderinitiativen zur Aus- und Weiterbildung sowie Forschung in Logistik und Verkehrswirtschaft einen Namen gemacht. Weiterhin engagiert sie sich stark in der Medizin sowie bei kulturellen und humanitären Vorhaben. Die Kühne-Stiftung versteht sich als operative Stiftung und bearbeitet ihre Projekte überwiegend selbst. Mit den umfassenden Förderprogrammen nehmen Klaus-Michael Kühne als Stifter und die Kühne-Stiftung ihre gesellschaftspolitische Verantwortung wahr.
 

 

Kennzahlen

70 Projekte weltweit
50 Länder weltweit bilden den Aktionsradius
380 Personen sind für die Kühne-Stiftung und deren Einrichtungen tätig
400 Studierende sind an der Kühne Logistics University eingeschrieben
ca. 30 Mio. CHF Fördervolumen

Förderbereich Logistik

Die Kühne-Stiftung verfolgt das Ziel, Logistik als betriebswirtschaftliche Fachrichtung weiterzuentwickeln und zu fördern. Mit ihrer Querschnittsfunktion in der internationalen Wirtschaft steht die Logistik heute vor grossen Herausforderungen, wie u.a. in der Coronavirus-Krise deutlich sichtbar wird. Darüber hinaus spielen Digitalisierung und der Schutz von Umwelt und Klima eine massgebliche Rolle und sind stark innovationsgetrieben.

Die Kühne-Stiftung vernetzt Forschungseinrichtungen, die neue Entwicklungen wissenschaftlich begleiten, und fördert die Ausbildung von Führungs- und Nachwuchskräften. So steht die im Jahr 2010 gegründete Kühne Logistics University (KLU) in Hamburg für richtungsweisende Forschung und praxisorientierte Lehre, u.a. mit den Kompetenzbereichen „Digitale Transformation“, „Nachhaltigkeit“ und „Innovative Wertschöpfung“.
 
Als Tochtergesellschaft der Kühne-Stiftung berät und schult die HELP Logistics AG staatliche Einrichtungen ebenso wie internationale Hilfsorganisationen in Schwellen- und Entwicklungsländern, um deren Logistik-Knowhow zu verstärken und damit die Effektivität von Hilfsmassnahmen zu erhöhen. Neben der Steuerungszentrale in der Schweiz verfügt HELP über Regionalbüros in Amman, Dakar, Nairobi und Singapur. Die vor allem online verfügbaren Schulungsangebote gelten in Zeiten der Coronavirus-Pandemie vor allem auch dem Gesundheitswesen.

Während mit der Kühne Logistics University und den geförderten Lehrstühlen die Qualifikation einer internationalen Logistik-Elite angestrebt wird, verfolgt die Kühne-Stiftung mit ihren Projekten in Entwicklungs- und Schwellenländern die Bereitstellung nachhaltiger Bildungsprogramme. Vor allem in Afrika werden Hochschulen dabei unterstützt, Studienangebote in Logistik und Supply Chain Management auf internationalem Niveau zu entwickeln. In diesem Bereich kooperiert die Kühne-Stiftung u.a. mit der Bill & Melinda Gates Stiftung und dem Global Fund.


Förderbereich Medizin

Auf dem Areal der Hochgebirgsklinik Davos, die vor einigen Jahren übernommen und seitdem selbstbetrieben wird, wurde ein Zentrum für medizinische Aktivitäten eingerichtet. Klinikbetrieb, Forschung und medizinische Ausbildung bilden eine Einheit unter der Bezeichnung „Medizincampus Davos“. Als eine der führenden Rehabilitations-Kliniken in der Schweiz stand die Hochgebirgsklinik angesichts der Coronavirus-Pandemie vor besonderen Herausforderungen. Gleichwohl wurden die Erweiterung und Modernisierung der Klinik durch verschiedene Baumassnahmen in Angriff genommen.

Seit 2009 ist auf dem Campus das von der Kühne-Stiftung initiierte Christine Kühne – Center for Allergy Research and Education (CK-CARE) angesiedelt, das sich der Allergieforschung und -behandlung sowie der Edukation widmet. Die gemeinsam mit der Universität Zürich berufene Stiftungsprofessur für Allergologie stellt eine wirksame Ergänzung der CK-CARE-Forschung dar. Als zentrale Einrichtung steht eine umfangreiche Bio- und Datenbank zur Verfügung, mit der vielfältige neue Erkenntnisse über Allergiekrankheiten gewonnen werden können. Die Ergebnisse werden von der zu diesem Zweck gegründeten Davos BioSciences AG an die pharmazeutischen Industrie geliefert und unterstützen die Entwicklung neuer Medikamente.

Mit dem Programm Cardio-CARE erweiterte die Kühne-Stiftung ihr Engagement in der Medizin um einen zusätzlichen Schwerpunkt und unterstützt das bislang grösste Forschungsprogramm zur Erbgutentschlüsselung im deutschsprachigen Raum. Ziel der Kooperation zwischen der Kühne-Stiftung, dem Universitätsspital Zürich und dem Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE) ist es, ein besseres Verständnis von kardiovaskulären Krankheitsursachen zu gewinnen, um neue diagnostische und therapeutische Möglichkeiten entwickeln zu können.


Förderbereich Kultur

Die Kühne-Stiftung fördert insbesondere exzellente Projekte in der klassischen Musik in Zusammenarbeit mit einer Reihe von Festspielen und Opern- und Konzerthäuser in Europa. So zählt sie zu den Hauptsponsoren der Salzburger Festspiele und des Lucerne Festivals und ist massgebliche Trägerin des Internationalen Musikfests Hamburg an der Elbphilharmonie. Darüber hinaus erhält das Philharmonische Staatsorchester an der Staatsoper Hamburg eine mehrjährige umfangreiche Unterstützung.

2020 mussten in Folge der Coronavirus-Krise sehr viele Kulturveranstaltungen entfallen oder in kleinerem Format abgehalten werden. Im Juli 2020 wurde bekanntgegeben, dass die Kühne-Stiftung in Palma de Mallorca den Bau einer neuen Konzerthalle für das Sinfonieorchester der Balearen durch eine grössere Zuwendung unterstützt.

 

 

Weitere Informationen unter:

Kühne-Stiftung